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June 4th, 2009

lenija: (Lizard Eye w/ POWER)
Thursday, June 4th, 2009 09:48 pm
die uhren zerbrechen, besonders die mit den gongschlägen in gutbügerlichen vollgestellten wohnzimmern, die, die stillstehen in den studentenbuden, die lineare abläufe zu messen versuchen und scheitern. zurück auf null, piept der digitalwecker - der geht jedes mal aus, wenn der strom fehlt, und dann stellt man ihn eben neu (ja, die gonguhr auch, ich weiß.)
zurück auf null: wo niemand weiß an was man sich halten kann und wohin es gehn soll. wo die fotos von meinem boot usw, die ich auf den tisch knallen kann um mich zu beweisen, zu fotos von leipziger brachland geworden sind, in dem ich mich neu erfinde.
wohin neu?
spirale zurück, da ist in meinen ohren die musik von vor zwölf jahren, damals stand ich zitternd neben meinem schönen freund mit den traurigen augen, der sich die cds in der kaputten jacke versteckt hatte, der ladenangestellte durchsuchte ihn erfolglos, und danach wachten wir immer morgens auf mit jetzt geht wieder alles von vorne los, und das dürfte die wurzel davon sein, daß deutschsprachige musik, wenigstens aktuelle, mich beinah immer traurig macht. oder weil sie zu nah dran ist an den selbstmitleidlitaneien, die sich da tatsächlich im deutschsprachigen hirn (meinem) ab und an abspielen können.
auf null: leerlauf. bewegungen die kein ziel haben/kein ziel erreichen. stehenbleiben und zugucken ist angesagt, oder nicht aber nichts anderes ist möglich. ausatmen, was ich immer den anderen in anlehnung an luisa francia rate, und gehen lassen, fließen lassen, lassen, los-lassen, offene hand. ich kratze an der wunde aber sie ist gar nicht da, nichts ist da. leer. offen. brachland.